Cheow Lan Lake, Thailand

Magische Momente im Khao Sok Nationalpark (2/4)

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Gut gestärkt machen wir uns von Krabi aus auf den Weg Richtung Norden. Die Straße führt durch die herrliche Landschaft von Phang-nga und bringt uns nach Surat Thani. 

Teil 2: Zwei Nächte im Dschungel und ein Tag im Paradies

 

Unterwegs wartet eines der absoluten Highlights unserer Reise: das Khao Sok Elephant Conservation Centre. Hier lernen wir zwei ausgesprochen entspannte Elefantendamen kennen, die wir mit selbstgemachten Mineral Balls, Bananen und Zuckerrohr verwöhnen dürfen. Es ist immer wieder faszinierend, wie viel Ruhe und Gelassenheit diese riesigen Tiere ausstrahlen. Den Elefanten so nah zu sein, ist ein wirklich unvergessliches Erlebnis. Und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nicht die Einzige bin, die sich dabei heimlich ein kleines Tränchen aus dem Augenwinkel wischt. Bei einem kleinen Spaziergang mit den grauen Riesen erzählen uns die engagierten Tierpfleger von den bewegenden Geschichten „unserer“ Elefanten, von der Arbeit der Einrichtung und davon, wie ein respektvoller und ethischer Umgang mit den Tieren aussehen sollte. Besonders schön: Jeder Besuch trägt dazu bei, die kostenlose tierärztliche Versorgung von Elefanten durch die Southern Thailand Elephant Foundation und das Elefantenkrankenhaus zu finanzieren. Eine Initiative, die wir von Herzen gerne unterstützen.

 

Khao Sok Elephant Conservation Centre
Khao Sok Elephant Conservation Centre
Khao Sok Elephant Conservation Centre

 

Unsere nächste Unterkunft könnte kaum besser zum Abenteuer passen. Für zwei Nächte wohnen wir in den Stelzenhäusern der Anurak Community Lodge mitten im Dschungel. Direkt am Khao Sok Nationalpark gelegen, bietet sie genau das, was man sich unter echtem Dschungel-Feeling vorstellt. Schon die Aussicht von der Restaurantterrasse ist spektakulär. Die Lodge hat sich ganz dem Thema Nachhaltigkeit verschrieben. Hier werden ehemalige Ölpalmenplantagen schrittweise renaturiert und durch sorgfältig ausgewählte einheimische Baumarten ersetzt. Gleichzeitig setzt man auf Ressourcenschonung, den Schutz der lokalen Flora und Fauna sowie die Förderung von Naturschutzbewusstsein bei Gästen und in den umliegenden Gemeinden. Auf der Terrasse meines Holzhauses sitze ich mitten in der Natur. Vor dem Haus flitzen kleine Hühner durch die Gegend, aus dem Wald erklingen unbekannte Geräusche und überall scheint etwas zu rascheln, zu zwitschern oder zu hüpfen. Am Abend sind wir zu einem ganz besonderen Dschungel-Dinner eingeladen. Nur wir, die freundlichen Köche und ein paar erstaunlich gesprächige Frösche versammeln uns um einen langen Bambustisch und eine Feuerstelle. Hier werden alle Gerichte noch genauso zubereitet wie vor rund 100 Jahren: über offenem Feuer in Bambusrohren. Auf dem Menü stehen unter anderem Tom Yam Gai, grünes Curry und natürlich Reis. Der Duft von Holzrauch, die süße Note des Bambus und die natürlichen Aromen des Dschungels verbinden sich zu einem Geschmackserlebnis, das wir so schnell nicht vergessen werden.

 

Anurak Community Lodge, Khao Sok, Thailand
Anurak Community Lodge, Khao Sok, Thailand

 

Am nächsten Morgen hängt beim Frühstück noch dichter Nebel über dem Khao Sok Nationalpark. Nach etwa einer halben Stunde Fahrt erreichen wir den Ratchaprapha Pier – und pünktlich wird der Himmel blau und die Sonne scheint. Yeah! So  starten wir glücklich zu einer Bootstour auf dem Cheow Lan Lake, einem Stausee, der zu den schönsten Seen Thailands zählt. Die Landschaft wirkt beinahe unwirklich. Steile Kalksteinfelsen ragen wie riesige grüne Türme aus dem smaragdfarbenen Wasser. Dazwischen verzweigen sich stille Wasserarme und versteckte Buchten, umgeben von dichtem tropischem Regenwald – einem der ältesten der Welt. Am meisten faszinieren mich jedoch die alten, knorrigen Bäume, die teilweise noch aus der Zeit vor der Flutung des Gebiets stammen. Ihre verdrehten Stämme und Wurzeln ragen aus dem Wasser oder klammern sich an die Felsen und erzählen stumm von dem Wald, der hier einst stand. Sie verleihen der Landschaft eine fast mystische Atmosphäre. Apropos mystisch, nach einem Stopp beim beliebtesten Fotomotiv der Region, den „drei Brüdern“ des Khao Sam Kler, machen wir Halt an der Prakay Phet Höhle. Ehrlicherweise begeistert mich die Landschaft rund um den Höhleneingang mehr als die Höhle selbst. Das liegt vermutlich zu einem nicht unerheblichen Teil an meiner ausgeprägten Fledermausphobie.

 

Cheow Lan Lake, Khao Sok Nationalpark
Cheow Lan Lake, Khao Sok Nationalpark
Cheow Lan Lake, Khao Sok Nationalpark

 

Dass Bootfahren hungrig macht, hatten wir mittlerweile bereits mehrfach wissenschaftlich belegt. Entsprechend fühlen wir uns fast magisch vom Phutawan Raft House angezogen. Dort genießen wir nicht nur ein köstliches Mittagessen mit fangfrischem Fisch aus dem See, sondern haben auch Zeit zum Schwimmen und für eine kleine Paddeltour. Und plötzlich fühlt sich diese Pressereise für einen kurzen Moment wie echter Urlaub an. Herrlich! Auf dem Rückweg zieht sich der Himmel langsam wieder zu. 

 

Phutawan Raft House, Khao Sok, Thailand
Phutawan Raft House, Khao Sok, Thailand

 

Die anschließende Wanderung zum Bang Hua Raet Waterfall wird dadurch zu einer ziemlich feuchten Angelegenheit. Aber wir genießen den Regenwald, entdecken Gibbons hoch oben in den Baumwipfeln und freuen uns insgeheim ein wenig darüber, endlich wieder etwas für die Schrittestatistik zu tun. Am Abend lassen wir den Tag bei einem weiteren hervorragenden Dinner in der Lodge ausklingen. Mit Miang Kham und Bua Loy probieren wir zwei thailändische Spezialitäten, die bislang noch nicht auf unserem Speiseplan standen. Unser Fazit fällt kurz und eindeutig aus: Aroy mak – unglaublich lecker!

 

Khao Sok Nationalpark
Anurak Community Lodge, Khao Sok, Thailand

 

Möchtet Ihr unsere Reise weiterverfolgen? Dann geht es hier weiter mit Teil 3.

Habt Ihr den Anfang der Reise verpasst? Dann findet ihr hier Teil 1

 

Wichtiger Hinweis: Diese Reise war eine Informationsreise für Journalisten und Content Creators, organisiert vom Thailändischen Fremdenverkehrsamt. Das bedeutet: Ein straffer Zeitplan, viele Programmpunkte – aber leider auch wenig Raum zum Verweilen, für individuelle Erkundungen und Street-Food-Erlebnisse. Gerade weil uns so viele Orte begeistert haben, möchten wir empfehlen, dass Ihr Euch mehr Zeit nehmt. In jedem der besuchten Orte lohnt es sich, mindestens ein bis zwei Nächte länger zu bleiben, um die besondere Atmosphäre und die vielfältigen Eindrücke in Ruhe auf sich wirken zu lassen.